Aktuelles Projekt (2021-2022)

Kompetenzbildung für mehr Nachhaltigkeit bei Akteur*innen in der Schulverpflegung

Der Anteil der Ernährung am Pro-Kopf-CO2-Ausstoß in Deutschland beträgt etwa 16 bis 21 Prozent und umfasst damit so viel wie der Bereich Mobilität (vergleiche www.uba.co2-rechner.de). Auch die Schulverpflegung hat einen großen Einfluss auf die Ökobilanz und den Klimawandel und beschäftigt daher die Verantwortlichen in diesem Arbeitsfeld. Die Grundlage liefert der DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung, in dem Nachhaltigkeit des Verpflegungsprozesses eine bedeutende Rolle spielt. Hier knüpft das IN FORM-Projekt „Kompetenzbildung für mehr Nachhaltigkeit bei Akteur*innen im Bereich der Schulverpflegung“ an (Laufzeit 2021-2022). Ziel ist es, die verschiedenen Akteur*innen der Schulverpflegung so zu beraten und fortzubilden, dass ein nachhaltiger Verpflegungsprozess gelingt.

Dies soll mit Hilfe zweier Interventionen erfolgen:

Kompetenzvermittlung in einem Netzwerk „Bio und Regionales in der Schulverpflegung"

Intervention 1 umfasst den Aufbau eines Netzwerkes von regionalen Akteur*innen der Schulverpflegung, die sich in besonderer Weise einer nachhaltigen Schulverpflegung widmen und die u.a. den Einsatz von Waren aus ökologischer Erzeugung und /oder aus der Region verstärken wollen. Dies umfasst u.a. Fortbildungen zu Fragen der nachhaltigen Beschaffung, zu den möglichen Zertifizierungen (z.B. DGE-Zertifikat für nachhaltige Verpflegung, Bio-Siegel), zu den Bezugsmodellen von regional erzeugten Lebensmitteln bis hin zur Erstellung nachhaltiger Verpflegungskonzepte in den Schulen.

Möchten Sie sich bei der Gestaltung einer nachhaltigen Schulverpflegung beraten und begleiten lassen? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit Arndt Müller auf.

Gesundheitsförderung durch eine klimafreundliche vegetarische Speiseplanung

Intervention 2 beinhaltet die Kompetenzvermittlung im Bereich der vegetarischen Verpflegung. Denn tierische Produkte sind in einer durchschnittlichen Schulküche für 30 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommen die Berechnungen im KEEKS-Projekt (1) . Auch wenn sich im Vergleich zweier Umfragen in den Jahren 2010 und 2018 der Vernetzungsstelle M-V an den Schulen des Landes ein Trend zu mehr vegetarischen Angeboten abzeichnet und vegetarische Ernährung bzw. Verpflegung allgemein im Trend liegen , dominieren in Schulmensen in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor Mahlzeiten mit vergleichsweise hohem Fleischanteil. Im Projekt sollen die für die Schulverpflegung Verantwortlichen ihre Kenntnisse rund um eine pflanzenbasierte und damit klimaschonendere Speiseplanung in Theorie und Praxis erweitern. Neben präventiven Aspekten werden vor allem praxisbezogene Kenntnisse vermittelt, um für Kinder und Jugendliche eine schmackhafte und gesundheitsfördernde Verpflegung zu sichern.

Möchten Sie bei der Gestaltung eines vegetarischen Mensaangebotes beraten und begleiten lassen? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit Antje Jonas auf. 

(1) KEEKS - Klima- und energieeffiziente Küche in Schulen; IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH, 2016-2019

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