Vernetzungsstelle Schulverpflegung Mecklenburg Vorpommern der DGE - Keybild

Rahmenbedingungen

Neben der Gestaltung des Mittagessens beschreiben die Qualitätsstandards pädagogische, kulturelle und schulorganisatorische Rahmenbedingungen.
Die Rahmenbedingungen sollen ermöglichen, dass nicht nur das Verpflegungsangebot, sondern auch die Gestaltung des Essensraums, die Länge der Pausenzeiten und die gesamte Essatmosphäre in der Schule die Akzeptanz der Mittagsverpflegung bei den Schüler/innen beeinflussen.

Die pädagogischen Rahmenbedingungen:

Ausgewogen ernährte Kinder lernen besser und sind aufmerksamer im Unterricht. So ist es auch Aufgabe der Schulernährung, die Herausbildung von Ernährungskompetenzen und einem bewussten Ernährungsverhalten zu unterstützen und nimmt somit auch eine gesundheitspolitische Aufgabe ein.

Nicht nur der Unterricht sondern auch die Schulverpflegung trägt zur Gesundheits- und Verbraucherbildung bei. Dies betrifft auch die Angebote der Schulkioske.

Durch die gemeinsame Teilnahme von Lehrenden und Lernenden werden soziale Beziehungen in der Schule gefördert. Das Schulessen ermöglicht eine zwanglose Kommunikation außerhalb des Unterrichts.

Die Einbeziehung der Essensteilnehmer in die Gestaltung der Mittagsverpflegung sorgt ebenfalls für eine bessere Akzeptanz und Identifikation mit dem angebotenen Essen. Eine gute Kommunikation zwischen dem Hersteller und der Schule ist für die Akzeptanz und Wertschätzung von großem Nutzen.

 

Kulturelle Rahmenbedingungen:


Präferenzen beim Essen sind stark kulturell geformt. Schulverpflegung sollte dieses berücksichtigen und einseitige Geschmacksvorlieben nach Frittiertem oder Süßem keinen Vorschub leisten.

Neue Lebensmittel, z.B. Vollkornnudeln werden eher akzeptiert, wenn sie mit vertrauten bekannten Gerichten kombiniert werden (Beispiel: Vollkornnudeln mit Tomatensoße oder als Auflauf).
Das Angebot von Komponenten ermöglicht den Kindern das Essen selber zusammen zu stellen.

Gerichte aus unterschiedlichen Esskulturen bereichern das Speisenangebot und berücksichtigen kulturell geprägte Essgewohnheiten von Kindern. Nicht nur als Aktion, sondern als Bestandteil der Regelverpflegung. (Bsp. Couscous, Bulgur, Buchweizen, rote Linsen)

 

Schulorganisatorische Rahmenbedingungen:


Nicht nur das Mittagsangebot, auch die Atmosphäre in der es eingenommen wird beeinflusst die Akzeptanz und den Erfolg. Faktoren, die dieses mitbestimmen sind unter anderem, die zur Verfügung stehende Essenszeit, die Essensausgabe, das Ausgabepersonal sowie die Gestaltung und Ausstattung des Essensraums.

Für die Mittagspause sollte genügend Zeit (empfohlen wird 1 Stunde) eingeplant werden. Den Schülerinnen und Schülern soll damit ermöglicht werden, ohne Hektik, in aller Ruhe ihre Mahlzeit einzunehmen.

 

Link: www.schuleplusessen.de

undefinedDGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung